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ein weiter Weg

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 1. Könige 19, 7

Dieser kurze Vers, unser Monatsspruch für Juli, enthält eine Begegnung, eine Aufforderung und einen Ausblick. Ein „Engel des HERRN“ berührt und weckt Elia, den schlafenden Propheten Gottes. Erschöpft, ausgelaugt und verzagt, mit dem Wunsch zu sterben, hat sich Elia unter einen Busch gelegt. Noch kurz vorher hat er einen großen Sieg über die Propheten Baals errungen. Damit hat Elia sich den Zorn der Königin zugezogen. Sie droht, ihn zu töten. Elia lässt alles stehen und liegen und flieht Hals über Kopf. Nun ist der Punkt erreicht, wo er nicht mehr weiterwill und weiterkann. Er ist am Ende. Dann tritt ein Engel zu ihm. Schon einmal hat dieser Bote Gottes den Propheten geweckt. Elia soll aufstehen und essen. Frisches Brot und frisches Wasser stehen bereit. Nach dem ersten Wecken steht Elia auf, isst und trinkt – und legt sich wieder schlafen. Mehr passiert noch nicht. Erst nach dem zweiten Wecken, der zweiten Berührung durch den Engel erhält Elia einen Ausblick. Ihm wird angekündigt, dass er „einen weiten Weg“ vor sich hat. Er folgt der Aufforderung und isst und trinkt – und erlebt, dass ihm die Speise Kraft gibt für eine vierzigtägige Wanderung zum Berg Gottes. Die in diesen Tagen, während ich diese Zeilen schreibe, in Kraft tretenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen erlauben wieder Begegnungen im Gottesdienst. Noch hat sich nicht soviel geändert, dass man von Normalität sprechen könnte.
Ich empfinde diesen Vers als Aufforderung an uns. Lasst uns die gegebenen Möglichkeiten nutzen, um in Gemeinschaft Gottes Wort zu hören, ihn anzubeten und seine Gegenwart zu erleben! Gleichzeitig sehe ich auch den Ausblick, dass vor uns ein langer Weg liegt. Dabei weiß keiner, wie lang der Weg für jeden von uns ist. Doch wie Elia haben wir ein lohnendes Ziel: Die Begegnung mit unserem lebendigen Gott!