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Frieden bringen

Als Kind rätselte ich, was die mit Kreide auf Haustüren und Türbalken geschriebenen Buchstaben C + M + B bedeuten. Ich dachte, das wären irgendwelche Geheimzeichen von Bettlern, die ihren Kumpanen dort hinterlassen hätten, dass in so einem Haus großzügige Bewohner wohnen und sich die Bitte um Geld oder ein Wurstbrötchen lohnen würde. Dann erinnerte ich mich daran, dass ja am Anfang eines neuen Jahres Kinder als Sternsinger unterwegs sind und an den Haustüren klingeln. So um den Dreikönigstag herum, der am 6. Januar gefeiert wird. Und wie ein Blitz schoss es in meine Gedanken, dass diese Buchstaben wohl die Anfangsbuchstaben der Heiligen Drei Könige sein könnten, also C_aspar, M_elchior und B_althasar. Ursprünglich aber sind diese Buchstaben C + M + B die Abkürzung der drei lateinischen Worte „Christus mansionem benedictat“. Sie sollen das ganze Jahr über einen Wunsch, eine Bitte um Segen in Erinnerung halten: „Christus, segne dieses Haus!“
Jesus Christus hat damals seinen Anhängern ´mal gesagt, dass sie beim Betreten eines Hauses die Bewohner und Gastgeber mit „Shalom“ begrüßen, also den Frieden aussprechen sollen. Mit den Christen – so können wir sagen – soll bei den Leuten der Segen Gottes einziehen! Also, dass sie bewahrt und gesund bleiben, dass sie friedlich miteinander umgehen, dass sie Glück und finanzielles Auskommen haben, dass sie im buchstäblichen Sinn zufrieden sind!
Mit Jesus Christus ist zu Weihnachten der Friedensbringer in diese Welt gekommen! In dieser Welt voller Unruhe, Unsicherheit und Bedrohungen sehnen sich wohl die meisten Menschen nach Frieden und ein menschlicher Friedensbringer ist leider nicht in Sicht! Ich halte mich da an das göttliche Versprechen und will darauf vertrauen! Jesus hat seinen Anhängern später ´mal gesagt: „Friede sei mit euch! Darum fürchtet euch nicht!“ (Johannes 20, 19 + 21 + 26) – Mit diesem Friedensgruß sollen wir auch unterwegs sein. Wenn wir für Leute, die uns einladen oder die wir besuchen, nicht immer ein Geschenk mitbringen, so können wir ihnen dennoch Frieden wünschen. Wir können sagen: „Friede sei mit dir!“, wenn wir jemanden treffen. Oder: „Gott gebe dir heute Frieden!“, wenn jemand wie ein Trauerkloß und ganz bedrückt an uns vorbei schleicht! Oder: „Shalom euch allen in diesem Haus!“, wenn wir ein unbekanntes Haus betreten, einen Sitzungssaal betreten oder jemand im Krankenhaus besuchen. Und immer, wenn wir die Buchstaben C + M + B an einem Hauseingang entdecken, können wir uns ermutigen und stärken lassen, mit einem Segen, also mit einem positiven Wort oder Satz, dieses Haus zu betreten und still oder laut zu sagen: „Friede diesem Haus!“

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Rainer Platzek

Ich bin Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Schmiedeberg und möchte gern Gottes Wort weitergeben, bei uns in der Friedenskapelle und genauso hier auf unserer Homepage. Sie können mir gern Schreiben ...
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